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Was soll das? – „Harry Potter“-Momente, die uns noch heute verwirren

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Harry Potter-Momente, die uns noch heute verwirren

Die Kammer des Schreckens wird geöffnet und Hogwarts nicht geschlossen

Die Schüler in Harry Potter scheinen sich ständig in Gefahr zu befinden, was aber wohl als Normalzustand durchgeht. Besonders auffällig wurde dies im zweiten Teil, als die Kammer des Schreckens erneut geöffnet wurde. Einen solchen Zwischenfall gab es Jahrzehnte zuvor bereits und damals kam es sogar zu einem Todesfall.

Als klar war, dass sich die Geschichte wiederholte, zog man jedoch nicht die Konsequenz und schloss Hogwarts. Die Schüler wurden nicht nach Hause geschickt, sondern weiterhin der Gefahr ausgesetzt, wobei es Dumbledores Pflicht als Schulleiter gewesen wäre, das notwendige Übel auf sich zu nehmen, um seine Schützlinge in Sicherheit zu bringen.

Am Ende retten einmal mehr Harry und seine Freunde den Tag, was zwar ein spannendes Abenteuer liefert. Wenn man die Sache nüchtern betrachtet, haben die Erwachsenen hier aber schlicht ihre Pflicht nicht wahrgenommen und Kinder weiterhin in einer Schule leben lassen, in der ein tödlicher Basilisk sein Unwesen treibt.

Die Strafe für elfjährige Kinder ist bitte was?

In Die Kammer des Schreckens haben die Erwachsenen nicht reagiert und Kinder damit einer Gefahr ausgesetzt. Schlimm, aber immer noch nicht so schlimm, wie der Vorfall in Der Stein der Weisen. Als Strafe mussten Harry, Draco und Co. nämlich keine Arbeit schreiben, Klassenzimmer putzen oder wurden schlicht von der Schule verwiesen. Nein, sie mussten nachts in den Verbotenen Wald gehen.

Dort hausen gigantische Spinnen, Wölfe, Zentauren (die nicht allen Menschen freundlich gesinnt sind) und zu diesem Zeitpunkt auch Voldemort. Das konnten die Lehrer zwar nicht wissen, allerdings war ihnen bekannt, dass irgendetwas gezielt Einhörner tötet und die Schüler sollten dennoch auf der Suche nach diesem Übel helfen. Hagrid als Begleitung war auch keine große Hilfe, schließlich ließ er Harry und Draco mit seinem Hund Fang alleine losziehen, was mehr als fahrlässig ist.

Das Trimagische Turnier kehrt zurück

Okay, das ist das letzte Mal, dass wir uns auf die Gefahren von Kindern in Hogwarts konzentrieren, versprochen! Aber die Harry Potter-Reihe macht es uns auch ziemlich leicht, Beispiele dafür zu finden. Ein weiteres ist das Trimagische Turnier, das in Der Feuerkelch wieder zum Leben erweckt wurde.

Dieser Wettkampf fand erstmals im 13. Jahrhundert statt und alle fünf Jahre traten Zauber-Schüler in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Allerdings nur bis 1792, dann wurde das Turnier aufgrund der vielen Todesfälle eingestellt. Wohlgemerkt: 1792! Aus irgendeinem Grund fand Dumbledore wohl, dass es eine gute Idee sei, diese mörderische Veranstaltung wieder zurückzubringen.

Zwar dürfen nur ältere Schüler dabei antreten und Lehrer passen angeblich auf, dass ihnen nichts passiert, allerdings können sie das eben nicht garantieren. Es gab mehrere Gelegenheiten, bei denen Schüler in tödliche Gefahr gerieten und dieses Risiko hätte man durchaus vermeiden können. Wenn man die verschiedenen Schulen wieder enger zusammenführen will, wäre ein Quidditch-Turnier wohl die bessere Wahl gewesen.

Harry wandert durch die Wälder

Viele Harry Potter-Fans sind mit Die Heiligtümer des Todes Teil 1 noch immer nicht warm geworden. Es ist ein entschleunigter Film, der größtenteils das große Finale aufbaut und unsere Helden auf einem Selbstfindungstrip zeigt.  Doch was uns noch immer verwirrt: Warum verstecken sich Ron, Hermine und Harry für Monate in der Wildnis und machen nichts?

Klar, sie sind ohne bestimmtes Ziel auf der Flucht und haben Angst vor der großen Aufgabe, die sie erwartet. Aber warum zeigt man uns nicht wenigstens den Hauch eines verzweifelten Versuchs, diesen Zustand zu durchbrechen? Sie wissen nicht viel über die Horkruxe, warum versuchen sie also nicht, mehr Informationen zu sammeln oder sich mit anderen Personen in Verbindung zu setzen, die ihnen weiterhelfen können?

Harry und die braunen Augen

Wie ein Mantra wurde Harry von mehreren Seiten vorgekaut, dass er die selben Augen wie seine Mutter habe. Das ist auch nicht unwichtig, immerhin erkannte Snape in Harrys Augen Lilly wieder, was ein Grund dafür war, dass er ihn beschützte. Doch warum wurde dieses essentielle Detail in der Filmreihe ignoriert?

In einer Rückblende sehen wir nämlich die junge Lilly Potter, die von einem Mädchen mit braunen Augen gespielt wird. Sicherlich, eine Kleinigkeit, die Fans aber dennoch keine Ruhe lässt. Immerhin wäre es nicht schwierig gewesen, eine passende Darstellerin zu finden oder das Problem mit Kontaktlinsen oder Spezialeffekten zu beheben.

Weiß eigentlich jemand, dass Snape der Halbblut-Prinz ist?

Die Leser der Bücher werden diese Frage sicherlich als unwichtig abtun, aber wer nur die Filme gesehen hat, könnte hiervon durchaus überrascht sein. Manche vermuten sogar, dass Harry der Halbblut-Prinz ist, sofern sie sich damit je beschäftigt haben.

Der sechste Teil der Reihe hat sich nie die Mühe gemacht, seinen Titel zu erklären, was bei keinem der anderen Filme zu einem Problem wurde. Snapes Vater war ein Muggle und seine Mutter hieß mit Mädchennamen Prince, weswegen er sich selbst den Titel Halbblut-Prinz gab. Eigentlich nicht allzu schwer, aber anscheinend fand man dafür dennoch keine Zeit.