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Tod im Horrorfilm: Die besten Horror-Kills des 21. Jahrhunderts

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Die-besten-Todesszenen-Horrorfilme

1. American Psycho It´s Hip to Be Square

Auch wenn das Buch um Längen besser war und es die schillerndsten Tode gar nicht in Mary Harrons Adaption von Bret Easton Ellis’ Skandalroman geschafft haben einen historischen Moment hatte American Psycho dann doch. Patrick Batemans ordentlich vorbereitete Hinrichtung des Yuppies Paul Allen (Jared Leto) brachte das Buch und das zynische Milieu, das es sezierte, nahezu perfekt auf den Punkt. Batemans absurde Kulturkritik an Hip to Be Square und Christian Bales manisches Spiel machten diesen Mord zu einem messerscharf inszenierten Tanz über den Abgrund der 80er-Jahre.

2. Final Destination Da kommt dein Bus!

Dass diese zwischenzeitig sehr erfolgreiche Horrorfilm-Reihe auf dieser Liste landen würde, war irgendwie nicht zu vermeiden. Zu oft traf Final Destination mit seinen gehässigen Schockwerten genau ins Schwarze. Die angenehm unangenehme Mischung aus Alltagsängsten und Voyeurismus brachte ein paar der spektakulärsten Todesszenen des Mainstream-Kinos hervor. Eine der zahlreichen Todesszenen als besonders gelungen herauszustellen ist nicht gerade einfach. Vielleicht ist die folgende Szene nicht die blutigste oder aufregendste des gesamten Franchise, sie ist aber ganz sicher eine der lustigsten. Und das obwohl sie aus dem biederen Albtraum Rendezvous mit Joe Black geklaut war.

3. High Tension Grauenhaft banal

Das Sub-Genre der Home Invasion wurde in diesem Jahrtausend auf furiose Weise reanimiert. Vor allem der französische Horrorfilm spielte dabei eine zentrale Rolle. Mit Haute Tension aus dem Jahr 2003 schockierte Alexandre Aja dabei mitunter sogar hartgesottende Genre-Connaisseure. Exemplarisch für die drastische Wucht seines Films ist dabei die folgende Szene, die gerade aufgrund ihrer banalen Inszenierung so sehr unter die Haut geht.

4. Cabin in the Woods Das Zitat-Massaker

Drew Goddards doppelbödige Horrorkomödie aus dem Jahr 2012 hat mit seiner cleveren Pointe weite Kreise gezogen. Als filmgewordenes Archiv des gesamten Horror-Genres entfesselt “Cabin in the Woods” in seinem letzten Drittel eine wahre Flut von Zitaten und Tropes, die sodann an ihr blutiges Werk gehen und die Belegschaft einer Forschungseinrichtung massakrieren. Was folgt ist eine geradezu euphorische Sequenz, in welcher so ziemlich jeder Archetyp des klassischen und modernen Horrorfilms seinen ganz persönlichen Kill bekommt.

5. Dreizehn Geister Glasklarer Schnitt

Nach beinahe hundert Jahren Horror sollte man meinen, dass das Publikum so ziemlich alles gesehen hat, was man dem menschlichen Leib antun kann. Und dann kommt eben irgendein Spinner um die Ecke und zerteilt einen Anwalt mit einer rasierklingenscharfen Glasscheibe in zwei Teile. Warum? Weil es geht.

6. It Follows Die Eröffnungssequenz

Dass sich Regisseur David Robert Mitchell bei der Erstellung seiner viel diskutierten Eingangssequenz bei einigen Prototypen des modernen Horrorfilms bediente, dürfte Genre-Fans recht schnell aufgefallen sein. Doch It Follows adaptierte nicht nur die unheimliche Vorstadt-Atmosphäre von Klassikern wie etwa Halloween, der Film konnte mit Hilfe seines genialen Sound-Designs und dem cleveren Schnitt am Ende des folgenden Clips auch etwas wirklich Eigenständiges schaffen. Ein Bild, das man nicht so schnell vergessen wird.

7. House of Wax One Spear in Paris

“House of Wax” ist ein grauenvoller Film. Wobei hier nicht die gute Art “grauenvoll” gemeint ist. Das schwächliche Remake eines Klassikers hat außer der hier ausgestellten Szene wenig zu bieten. Doch wenn DAS IT-Girl der 2000er Jahre ein Opfer in einem schlechten Horrorfilm spielt und dann auch noch auf diese spezielle Weise das Zeitliche segnet, dann geht der Eintrag in die Geschichtsbücher des Horrorfilms vollkommen in Ordnung. Hier ist Paris Hiltons Beitrag zur Kulturgeschichte des laufenden Jahrtausends.

8. Der Nebel Sinnloses Ende

Frank Darabonts ( Die Verurteilten”, The Walking Dead”) filmischer Beitrag zur Post-9/11-Ära war weniger das CGI-Monster-Massaker, das der Trailer versprach, sondern vielmehr ein intelligentes Spiel mit den Monstern des Miteinanders. Ein Horrorfilm, dessen besonderer Wert sich erst langsam dem breiten Publikum erschloss und der gerade auch wegen der hier ausgestellten Todesszene einen gewissen Kultstatus erreichte. Der Nebel” darf zudem einen Ehrenpreis für den trostlosesten Tod auf dieser List mitnehmen.

9. So finster die Nacht Von Seepferdchen und Vampiren

Dass Faszinierende am Horror ist die besondere Fähigkeit des Genres, sich wieder und wieder zu erneuern. So zählt etwa der Vampir zu einem besonders ergiebigen Thema, das trotz unzähliger Verfilmungen stets spannend bleibt. Filme wie A Girl Walks Home Alone At Night, Byzantium, Thirst oder   Only Lovers Left Alive belegten zuletzt, dass der Vampir wahrlich untot ist und uns wohl für immer im Kino begleiten wird. Auch So finster die Nacht, ein (sehr) schwedische Beitrag zum Vampirfilm aus dem Jahr 2008, ist ein schöner Beleg für die ewige Modernität des Vampirs. Die poetisch-grausame Unterwasserszene hat sich bei vielen Genre-Kennern für immer festgesetzt.

10. Ghost Ship (2002) Mann über Mord

Was für eine Sauerei! Das jähe Ende dieser zunächst sehr festlichen Partynacht auf einem luxuriösen Kreuzfahrschiff hat nicht nur die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt, sondern auch einen besonders fiesen Horror-Kill geschaffen. Das absurde Massaker, das 2002 den eher mittelmäßig geraten Ghost Ship eröffnete, taucht mit seinem schönen Schauer immer wieder auf Horror-Listen auf. Ist ja auch ein echter Hingucker.

11. 28 Weeks Later Das Wiedersehen

Juan Carlos Fresnadillos etwas hektisch geratene Fortsetzung von 28 Days Later verabschiedete sich ein gutes Stück von Danny Boyles Film. Und zwar indem er den Rest Menschlichkeit, den Boyle in seiner Zombie-Variation übrig gelassen hatte, zielsicher zum Schafott führte. Die Szene, in welcher die furchtbare Odyssee von Familienvater Don zunächst ein unverhofften Happy End bekommt, als dieser nämlich seine tot geglaubte Gattin plötzlich wieder in den Armen hält, ist ganz, ganz harter Tobak. Nicht nur bekommt die Begegnung eine tragische Wendung als der von Schuld geplagte Don sich an seiner Frau infiziert und damit die Hoffnung auf Heilung zerstört – die Art und Weise wie sich Don über seine Gattin hermacht, dürfte eine der schlimmsten Zombie-Attacken im gesamten Genre sein. Grauenvoll!