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„Tini – Violettas Zukunft“ – die Kritik

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Die Serie Violetta war eine extrem beliebte TV-Sensation jedenfalls, wenn man ein junges Mädchen etwa im Teenager-Alter ist. Die Hauptdarstellerin der argentinischen Produktion aus dem Hause Disney besuchte eine Musical-Schule, konnte in Folge ziemlich gut singen und tanzen, was sie auch dauernd tat. Ihre Emotionen befanden sich alterskonform in einer Art Daueraufruhr. Dazu war sie ziemlich hübsch und irgendwann auch volljährig. Oder doch zumindest ihre Darstellerin Martina Stoessel, was der Serie ein Aus nach der dritten Staffel bescherte.

Doch um den Trennungsschmerz bei ihren Millionen Freundinnen zu lindern und der Kasse von Disney  zum Abschied noch mal etwas Gutes zu tun kehrt Violetta jetzt auf die Leinwand zurück. Zwar nur für einen Auftritt aber den hat sie dafür in Tini Violettas Zukunft sogar im Kino. Man bemerke: Der Titel ist ein Mix aus dem Namen des Stars und der Rolle. Somit ist für die Zukunft marketingtechnisch alles drin. Egal, ob Martina Tini Stoessel sich wie geplant als Sängerin etabliert, oder sich Violetta danach doch noch nicht zur Ruhe setzt mit so einem Titel liegt man immer richtig.

Mit den darin auftauchenden Problemen auch. Jedenfalls bei Teenagerinnen: Wieder einmal wird Violetta frisch zurück von einer erfolgreichen Tour als Sängerin von ihrem Liebsten León schwer enttäuscht. Getrieben von emotionalen Qualen und auf der Suche nach Ablenkung flieht sie nach Italien. Dort findet sie nicht nur sozialen Anschluss und kreative Impulse. Hier verliebt sich auch prompt der kernige Naturbursche Caio in die attraktive junge Künstlerin.

Doch auch mit seinem alten Rivalen León muss man noch rechnen. Oder hat der Violetta so schwer verletzt, dass er auch ihr Herz für immer verloren hat? Und welche Rolle spielt seine Partnerin Ludmila dabei? Das fiese Biest, dessen bezirzende Hinterlist das ganze Gefühls-Chaos ja letztlich erst ausgelöst hat…

Fragen über Fragen. Und nachdem diese für 15-Jährige sowohl völlig plausibel als auch absolut existentiell sind, muss man dem Ganzen im Kinosaal auf den Grund gehen. Mit wunderschönen jungen Menschen in ebenso schönen Landschaften voller Pferde und Sonnenunter- und Aufgängen. Und tiefsten Gefühlen. Und tollen Songs. Und eben allem, was Teenager zum Schluchzen und Erwachsene zum Schulterzucken bringt.

Im Vergleich zur TV-Serie ist das optisch wie akustisch natürlich auf einem ganz anderen Niveau, die Dramaturgie vergleichbar, die generellen Problemstellungen letztlich identisch: Wie kann der nur? Was will das Biest? Und natürlich: Werde ich es schaffen? Anders ausgedrückt: Fans von Violetta und ihrer Hauptdarstellerin Tini Stoessel haben einen neuen Kultfilm. Alle anderen eher nicht so. Spitze Zielgruppe, wie es im Marketing heißt. Aber das ist ja nichts Schlechtes. Es kann ja nicht nur Sly Stallones Expendables, Dokus oder Autorenfilme geben…

Der Trailer zu Tini Violettas Zukunft