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„The Wailing“: „Alien“-Regisseur will US-Remake zum gefeierten Horror-Thriller machen

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Umgerechnet fast 48 Millionen US-Dollar nahm der süd-koreanische Horror-Thriller The Wailing in heimischen Kinos ein und dieser Erfolg soll sich bald in den USA wiederholen. Da das US-Publikum Untertiteln und synchronisierten Fassungen gegenüber nicht besonders wohlwollend gegenübersteht, produziert man in solchen Fällen gerne gleich ein englisch-sprachiges Remake. Auf diesem Weg könnte The Wailing dann endlich auch seinen Weg in unsere Kinos finden, denn bislang wurde das Werk in Deutschland lediglich auf Festivals gezeigt.

Bei der Korean Film Reporters‘ Association (KOFRA) gewann The Wailing kürzlich den Preis als bester Film und bei diesem Event sprach Screen Daily mit Hosung Kim über ein bevorstehendes US-Remake. Bei Hosung Kim handelt es sich um den Chef von Fox International Production (FIP) Korea, die The Wailing finanziert haben. Er enthüllte in dem Interview, dass ein leitender Angestellter von Ridley Scotts Produktionsfirma Scott Free Kontakt zu ihm aufgenommen habe, da sie die US-Neuverfilmung gerne übernehmen würden.

Das US-Remake zu The Wailing muss einige Probleme überwinden

Dass Alien-Regisseur Ridley Scott die US-Adaption selbst inszeniert, ist eher unwahrscheinlich, aber als Produzent dürfte er dennoch ein Wörtchen mitzureden haben. Für die Regie wird Na Hong-jin gehandelt, der schon das Original drehte und für seine Arbeit den Preis als bester Regisseur bei der KOFRA-Verleihung erhielt. Na Hong Jin will laut eigenen Aussagen gerne in Hollywood arbeiten und das Remake zu seinem Werk könnte dafür das passende Sprungbrett sein.

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Hosung Kim betonte allerdings, dass man derzeit mit Scott Free lediglich in frühen Gesprächen sei, zumal es einige Bedenken gibt. Das liegt nicht nur an dem Remake-Prinzip selbst, bei dem die Kopie selten an das Original herankommt. The Wailing ist mit der Geschichte um eine mysteriöse Serie von Todesfällen und seinen Themen äußerst stark in seiner Heimat Südkorea verwurzelt, allein was die unterschiedlichen religiösen und spirituellen Ausrichtungen angeht. In die westliche Welt mit der dortigen christlichen Prägung lässt sich dies nur schwer übertragen, aber dennoch ist man dem US-Remake nicht gänzlich abgeneigt. Es ist eben nur ein Problem, dessen man sich bewusst sein muss.