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SÜW: Positionspapier

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Theresia Riedmaier, Landrätin der Südlichen Weinstraße, bezieht Stellung in der aktuellen Flüchtlingsdebatte. In ihrem Positionspapier heißt es, die bei uns Schutz und Sicherheit suchenden Menschen bräuchten mehr als Wohnung und Nahrung; sie bräuchten Sprachunterricht, Kinderbetreuung, Bildung, Beschäftigung, soziale Beratung, Kontakte und Nachbarschaft. Je besser eine wirkliche Integration gelänge, so Riedmaier, desto wahrscheinlicher könnten die betreffenden Flüchtlinge eine Bereicherung für unsere Gesellschaft werden. Kreisverwaltung, Verbandsgemeinden und Gemeinden würden dabei die ihnen zugewiesenen Aufgaben bereits erfüllen; und auch Bürgerinnen und Bürger würden sich vorbildlich ehrenamtlich engagieren. Finanziell erwarte sie aber mehr von der Bundesregierung, so Riedmaier. Bislang trügen noch das Land und die Kommunen den größten Teil der Kosten. Auch fordere sie den Bund auf, Asylverfahren zu beschleunigen und eine adäquate Aufteilung der Flüchtlinge auf Landkreise und Städte zu gewährleisten. Im Kreis Südliche Weinstraße setze man auf eine pragmatische Vorgehensweise und praktische Lösungsansätze. Die Kapazitäten in den Kitas würden grundsätzlich ausreichen, so Riedmaier – in Einzelfällen könne es aber sein, dass man zusätzliche Gruppen eröffnen müsse. Auch prüfe man derzeit die Einrichtung einer Klasse „BVJ2“ an einem Standort der Berufsbildenden Schule SÜW. „BVJ2“ habe einen hohen Stundenanteil an Sprachförderunterricht – bei den Kindern von Aussiedlerfamilien habe man mit diesem Konzept gute Erfahrungen gemacht. Für erwachsene Flüchtlinge sollen die Sprachförder-Angebote der Volkshochschulen im Kreis ausgebaut werden.