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„Suicide Squad“: Regisseur David Ayer gesteht großen Fehler ein

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Neben dem ersten Leinwandauftritt von Harley Quinn (Margot Robbie) sorgte vor allem der neue Joker (Jared Leto) für die größte Aufmerksamkeit vor dem Release von Suicide Squad. All die Aufregung um seine skurrile Vorbereitung erschien im Endeffekt aber übertrieben, da der Joker gefühlt nur zum Hallo-Sagen vorbeischaute. In Großbritannien setzte es sogar eine Klage, da ein Fan sich durch die Werbung fehlgeleitet fühlte und auch wenn das etwas lächerlich anmutet, waren viele über die wenigen Joker-Szenen doch enttäuscht.

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Ein Kritikpunkt, den Regisseur und Drehbuchautor David Ayer teilt, wie er nun via Twitter wissen ließ. Ein Fan schrieb dem Suicide Squad-Macher eine überschwängliche Dankesnachricht, wegen der Ayer sich öffnete und über seine Erfahrung berichtete. Neben seiner Begründung, er wollte bewusst in eine andere Richtung gehen, gestand er dabei ein, dass er sich des Fehlers von Suicide Squad bewusst sei und vor allem die Sache mit dem Joker scheint an ihm zu nagen.

David Ayer hätte den Joker in Suicide Squad zum Hauptbösewicht machen sollen

Denn laut eigener Aussage wünscht er sich eine Zeitmaschine, um den Joker zum Hauptbösewicht in Suicide Squad zu machen und nicht Enchantress (Cara Delevingne). Schon im Vorfeld, bevor die Handlung bekannt war, wurde spekuliert, dass das Himmelfahrtskommando um Harley Quinn, Deadshot (Will Smith) und Co. den Joker jagen muss. Damals schien es schlicht logisch zu sein, da man so viele Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte.

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Jedes Kind kennt den Joker, Enchantress und ihren Bruder mussten erst vorgestellt werden, was zumindest umständlich war, wenn es nicht sogar den ein oder anderen verwirrte. Zusätzlich hätte man so natürlich mehr Joker gehabt und die Beziehung zwischen dem Joker und seiner Gespielin hätte eine andere Dimension erhalten, wenn Harley Quinn gezwungen worden wäre, ihn zu jagen. Hat man nur sechs Wochen Zeit, ein Drehbuch zu schreiben, kann man es in der Hektik eben gerne mal komplizierter ausarbeiten, als es eigentlich sein müsste.

Über das Joker-Problem hinaus würde David Ayer viele Dinge anders machen, aber er sei dennoch dankbar für die Erfahrung, die ihm der Superhelden-Film ermöglichte. Mit dem Harley Quinn-Film Gotham City Sirens kann er in ein paar Jahren ja auch gleich selbst beweisen, dass er die richtigen Schlüsse aus Suicide Squad gezogen hat.