Loader


So brutal sind Disney-Filme wie „Schneewittchen“, „Das Dschungelbuch“ und Co. in Wahrheit

00

So brutal sind diese Disney-Filme in Wahrheit

Das Dschungelbuch

Die Vorlage zu dem Klassiker von 1967 stammt bekanntlich vom britischen Literatur-Nobelpreisträger Rudyard Kipling. Hierbei handelt es sich allerdings um eine Kurzgeschichte, die sich von der Verfilmung vor allem zum Ende hin stark unterscheidet. Anstatt bei seiner Rückkehr in die menschliche Gesellschaft mit offenen Armen empfangen zu werden, schickt man Mogli zurück in den Wald. Die einzige Familie, die ihm bei seiner kurzen Stippvisite geholfen hat, wird von den anderen Dorfbewohnern sogar gefoltert.

Mogli wendet sich im Dschungel an Hathi, der im Film ein liebenswerter, vergesslicher Elefant ist. In Kiplings Version handelt es sich bei ihm jedoch um ein blutdürstiges Rüsseltier, das sich an den Menschen rächen will. Gemeinsam mit Mogli, Baghira und einem Rudel Wölfe zerstört Hathi zum Schluss das gesamte Dorf. Soviel zu Ruhe und Gemütlichkeit.

Arielle, die Meerjungfrau

Auch die ursprüngliche Geschichte von Hans Christian Andersen unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Gewalt von Disneys Adaption. Nachdem der kleinen Meerjungfrau durch den Trank der bösen Meerhexe Beine gewachsen sind, leidet sie unter kaum auszuhaltenden Schmerzen. Als sie dem Prinzen in ihrer neuen Erscheinung begegnet, findet dieser sie unterhaltsam und sie beginnt unter grauenvollen Qualen für ihn zu tanzen lächelt dabei aber, um sich nichts anmerken zu lassen.

Der Prinz wird jedoch ein anderes Mädchen heiraten, womit sich die Meerjungfrau aufgrund ihres Paktes mit der Meerhexe in Schaum auflösen würde. Ihr einziger Ausweg wäre nun, den Prinzen zu töten und ihre Füße in seinem Blut zu baden, was sie jedoch nicht über sich bringt. Die kleine Meerjungfrau löst sich letztlich in Schaum auf, kann als Luftgeist anschließend allerdings durch gute Taten noch eine unsterbliche Seele erlangen. Fällt das in die Kategorie Glück im Unglück?

Schneewittchen und die sieben Zwerge

Dass die Gebrüder Grimm nicht zur zimperlichen Sorte gehören, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. So sollte der Jäger Schneewittchen eigentlich nicht bloß töten, sondern der bösen Königin zum Beweis seiner Tat die Zunge und die Leber ihrer Stieftochter bringen. Er brachte ihr jedoch Zunge und Leber eines Frischlings, die die Königin kochte und aß im Glauben, sie stammten von Schneewittchen.

Doch auch Schneewittchen entpuppt sich im Märchen nicht unbedingt als harmloses Geschöpf. Sie trickst die böse Königin aus, die auf Schneewittchens Hochzeit mit dem Prinzen erscheint. Hier vollführt die Braut nun ihre grausame Rache und lässt ihre Stiefmutter vor allen Hochzeitsgästen glühende Eisenpantoffel anziehen und sich zu Tode tanzen.

Die Eiskönigin Völlig unverfroren

Auch der Disney-Hit von 2013 basiert auf einem Märchen von Hans Christian Andersen; wobei es ziemlich frei interpretiert wurde. Im Zentrum der eigentlichen Geschichte stehen nicht zwei Schwestern, sondern die beiden Freunde Kay und Gerda. Zwei Splitter eines Spiegels, den einst ein Teufel erschuf, gelangen beim Spielen jedoch in ein Auge und das Herz von Kay, der daraufhin gefühlskalt wird und alles Schöne als hässlich empfindet. Die Schneekönigin entführt ihn schließlich und sperrt ihn in ihrem Schloss ein.

Gerda begibt sich auf die Suche nach ihrem Freund und findet ihn schließlich nach einer Reise voller Strapazen, bei der unter anderem all ihre Begleiter von Räubern getötet wurden. Durch die Kälte in ihm ist Kay mittlerweile fast erfroren und er erkennt auch seine einstige Freundin nicht wieder. Gerda weint um ihn und ihre Tränen führen dazu, dass Kays Eisherz aufgetaut wird und die Splitter verschwinden. Gemeinsam kehren die beiden nach Hause zurück, wo sie erst als Erwachsene ankommen.

Die Schöne und das Biest

Disneys Umsetzung folgt dem französischen Volksmärchen, unterscheidet sich allerdings in manchen Details. So hat Belles Vater beispielsweise noch andere Töchter (je nach Version zwischen fünf und zwei), die beinahe für ein tragisches Ende verantwortlich gewesen wären. Nach einigen Monaten im Schloss bekommt Belle Heimweh, das Biest lässt sie ziehen, allerdings unter der Bedingung, dass sie innerhalb von einer Woche zu ihm zurückkehrt.

Als die Schwestern sie gut ernährt und in ausgefallenen Kleidern wiedersehen, werden sie neidisch und hintergehen Belle. Mit Zwiebeln rühren sie sich zu falschen Tränen, um ihre Schwester zu überreden, ihretwegen länger zu bleiben. Die fällt auf das Schauspiel herein, nicht ahnend, dass ihre Schwestern das Biest warten lassen wollen, damit es in seiner Wut über Belle diese bei ihrem Wiedersehen frisst. Allerdings erhalten wir auch im Märchen unser Happy End, denn Belle gesteht dem Biest ihre Liebe, dieses verwandelt sich zurück und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.