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„Smaragdgrün“ – die Kritik

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Die Roman-Trilogie Liebe geht durch alle Zeiten von Kerstin Gier ist ein Phänomen: Schon in Buchform begeisterte die romantische Geschichte über ein zeitspringendes Liebespaar, das von einer Geheimloge manipuliert wird, Millionen Fans. Okay: Meistens weibliche zwischen 13 und 20 Jahren – aber auch das will geschafft sein. 2013 hieften die beiden Filmemacher Felix Fuchssteiner und Katharina Schöde dann den ersten, 2014 den zweiten Teil der Reihe auf die große Leinwand – und erreichten damit jeweils eine halbe Million Fans. Weit mehr als nur ein Achtungserfolg.

Jetzt kommt mit Smaragdgrün der krönende dritte Teil ins Kino. Und der Abschluss der Trilogie nimmt in Puncto Handlung den Faden genau da auf, wo er 2014 bei Saphirblau abgerissen ist. Und zwar genau da. Mit einer Einführung ins Thema wird sich nicht aufgehalten. Die Regisseure gehen erneut davon aus: Wer hier im Kinosaal sitzt, hat schon die ersten beiden Teile verinnerlicht  – und kann vermutlich größere Passagen der Roman-Trilogie rezitieren. Und das vermutlich sogar zurecht.

In Kurzform:  Gwendolyn (Maria Ehrich) und Gideon (Jannis Niewöhner) haben immer noch nicht richtig zueinander gefunden. Und die Geheimloge des Grafen von Saint Germain strebt immer noch nach Macht was aber ohne die Mithilfe der beiden jugendlichen Zeitspringer nicht geht. Diesbezüglich also erstmal keine Überraschung. Aber Fans von Liebe geht durch alle Zeiten suchen ja auch keine. Die wollen lediglich auf der Leinwand mitfiebern, wenn Gwendolyn und Gideon ihre knospende Liebe gegen sinistre Mächte und unglückliches Schicksals  verteidigen. Und exakt das bekommen sie auch dazu optisch dank Erfolgssträne sogar noch etwas wertiger als bei den Vorgängern.

Insofern erübrigt sich irgendwie auch eine eigenständige Kritik von Smaragdgrün. Wer hier angekommen ist, hat sich bereits emotional an Rubinrot und Saphirblau abgearbeitet und weiß, was ihn erwartet: Überlebensgroße Gefühle – edle Gesten, und Sätze, die Teenager-Augen feucht werden lassen. Alles dramaturgisch ein wenig over the Top, aber alles auch völlig ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Romantisierender Eskapismus für Teenies und emotional Anverwandte  – für alle anderen eine filmische Kitsch-Kuriosität. Zielgruppen-Targeting par excellence. Was ja beim besten Willen nichts Schlechtes ist. Immer vorausgesetzt natürlich, man gehört zu dieser Zielgruppe…

Der Trailer zu Smaragdgrün