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Schlaufüchse gucken Trash-Filme

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So schlecht, dass es schon wieder gut ist: Der Schlüsselsatz zum Genuss von Trash-Filmen. Die haben doch einen an der Birne das ist doch was für komplette Vollpfosten, lautete hingegen das Urteil von Zuschauern, die sich gegenüber dem sublimen Genuss dieser Machwerke verschlossen zeigen.

Aber weit gefehlt: Eine wissenschaftliche Studie hat jetzt herausgefunden, dass Liebhaber von Trash à la Sharknado und Co. oft echte Schlauberger sind und noch dazu richtige Filmfüchse. Hier haben wir es mit einem überdurchschnittlich gebildeten Publikum zu tun, lautet ein Fazit der Studie mit dem Titel Trash-Filme genießen: Zugrunde liegende Merkmale, Betrachtungsweisen und experimentelle Resonanz-Dimensionen, die jetzt im Kultur-Journal Poetics veröffentlicht wurde.

Diese Zuschauer haben Interesse an einem breiten Spektrum von Kunst und Medien auch jenseits der traditionellen Grenzen … Man könnte sie auch bezeichnen als kulturelle Allesfresser von Hoch- und Popkultur.  Ja dann … Und warum machen die das, wenn sie so gebildet und kulturell bewandert sind? Für solche Zuschauer sind Trash-Filme eine interessante und willkommenen Abweichung von der Mainstream-Kost. Ach so!

Aber keine Sorge: Nicht jeder, für den Trash konsistent zur Wortabstammung einfach nur Müll ist, muss sich jetzt als ungebildeter Banause fühlen. Geschmack wie auch Humor sind in höchstem Maße individuell. Dass sich beides im Goutieren von Schund und üblen Machwerke treffen kann, ist eine Laune der menschlichen Psyche und nicht bindend für Filmgeschmack oder Kunstverständnis.

Neo-Klassiker des Trash: die Sharknado-Reihe