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„Resident Evil: The Final Chapter“ – die Kritik

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Letzten Endes wird Milla Jovovich dem Publikum wohl in zwei Rollen im Gedächtnis bleiben: Freunden abgedrehten Story-Tellings als Das fünfte Element in Luc Bessons gutgelauntem Science-Fiction-Spektakel. Den meisten anderen als Alice – der genetisch modifizierten Kämpferin aus der seit 2002 laufenden Resident Evil-Reihe, in der sie einen Ein-Frau-Feldzug gegen das Böse im Allgemeinen und die finstere Umbrella Corporation im Besonderen führt.

Diese hat bereits im ersten Teil mit hochriskanter Biotech eine Stadt namens Raccoon City ausgemerzt – und sich  im Laufe der bislang fünf Teile zum Rest der Erde hochgearbeitet. In Teil sechs The Final Chapter – soll es auch dem kläglichen Haufen Menschlein an den Kragen gehen, die bis jetzt durchgehalten haben. Viele sind‘s nicht mehr…

Alice versucht natürlich alles in ihrer Macht stehende, die drohende Apokalypse noch einmal zu abzuwenden. Und das ist vor allem eines: Kämpfen. Dazu muss sie zurückkehren nach Raccoon City – die Stadt, in der alles begann. Eine KI, eine Künstliche Intelligenz, hat ihr einen Hinweis gegeben, dass hier beides auf sie wartet: Die endgültige Zerstörung – aber auch ein Mittel dagegen.

Ohne Verbündete geht’s nicht

Alleine schafft nicht mal sie das. Aber an ihrer Seite wehren sich noch ein paar andere Fighter gegen den Untergang ihrer Rasse. Doch bereits der Weg dahin, ist ein einziges Gemetzel  durch tausende von Zombies – und weitere, noch viel mächtigere Monster…

Und wer bis dahin tatsächlich noch nicht genug davon hat, wie Alice widerliche Monstrositäten jeglicher Form und Größe zerlegt, kommt spätestens dann voll auf seine Kosten. Alice kämpft. Und kämpft. Und… ja, richtig: kämpft. Zwar oft in verräterisch dunklen Szenarien, was dem tatsächlichen Folgen der unablässigen Fights eher hinderlich ist – und gewisse Rückschlüsse auf ein begrenztes Budget für bei Tageslicht überzeugende CGI-Effekte zulässt.

Alice oder nichts

Hinführung? Story? Dialoge? Charakterentwicklung? Letztlich Fehlanzeige – wie bereits in den letzten Teilen der Reihe. Aber mal ehrlich: Wozu denn auch? Wer bei The Final Chapter” im Kinosaal sitzt, ist wegen Alice und ihren monströsen Kampfkünsten hier. Den Rest der Geschichte kennt er entweder schon – oder er interessiert ihn auch nicht.

Und Alice bekommt er auch. Fightend, rennend, rettend – ein entfesselter Racheengel, der es schafft, trotz aller Artistik immer sexy auszusehen. Und zwar letztlich die ganzen über 100 Minute des rabiaten Action-Krachers.

Alles hat eine Ende – und das ist gut so

Was der Film von Regisseur Paul W. S. Anderson – nebenbei bemerkt auch der Ehemann von Milla Jovovich – nicht kann, wurde schon erwähnt. Alles, das nicht mit dem unmittelbaren Inszenieren seiner apokalyptischen Heldin zu tun hat. Das jedoch, zelebriert er reiner, rasanter und wuchtiger als je zuvor.

Und zumindest eines kann man beim Abschluss der Kultreihe sicher sein: Jede Minute brennt der Bildschirm. Zum letzten Mal jedenfalls, was die immens erfolgreichen Verfilmungen der legendären Resident Evil-Games angeht. Und auch das vermutlich völlig zu Recht.

Der Trailer zu Resident Evil: The Final Chapter