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Phantastische Tierwesen: Das Ende & was wir daraus lernen (Achtung: Spoiler!)

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Es ist wahrhaft ein fantastischer Ausflug, den wir mit Newt Scamander (Eddie Redmayne) in “Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind” unternehmen dürfen. Das New York der 20er Jahre und die magische Gesellschaft ziehen den Zuschauer sofort in einen nicht mehr endenden Bann. Der Film ist wie ein großer Schlund, in dem man von der ersten Minute an verschwindet. Obschon keiner der vier Hauptdarsteller wirklich auf Anhieb super sympathisch ist, dauert es nicht lange, bis man mit ihnen warm wird und sie als neue Freunde gewinnt. Newt, der schüchterne und liebevolle Artenschützer – aus dem Haus Hufflepuff – und sein Koffer voller spannender und teilweise sehr eigenwilliger Tierwesen, MACUSA-Angestellte Porpentina Goldstein (Katherine Waterston), deren Pflichtbewusstsein teilweise zu weit geht, ihre wesentlich lockerere Schwester Queenie Goldstein (Alison Sudol) und der No-Maj Jacob Kowalski (Dan Fogler), der ohne jede magische Begabung ebenso ins Staunen gerät wie die Zuschauer. Am Ende müssen wir uns alle trennen – die Freunde untereinander und wir uns von ihnen, aber der Trost ist, dass wir uns hoffentlich in “Phantastische Tierwesen 2” alle wiedersehen werden. Und jetzt zum Ende – einige Fragen bleiben durchaus offen.

Phantastische Tierwesen 2 die Pläne für insgesamt fünf Filme

Das Ende von Phantastische Tierwesen: Jacob, die Eier im Koffer die Bäckerei (kleiner Spoiler)

Eine Frage, die eher unbedeutend ist, konnten wir bis jetzt nicht zufriedenstellend klären. Vielleicht kann aber die geneigte Leserschaft in den Kommentaren weiter helfen? Am Ende wird dem No-Maj Jacob auf Befehl der MACUSA-Präsidentin Seraphina Picquery (Carmen Ejogo) die Erinnerung an sein grandioses Abenteuer und seine magischen Freunde gelöscht. Die entsprechende Szene könnte einem das Herz brechen, so wunderbar kann man sich in Jacob einfühlen, denn man selbst möchte diese Welt am liebsten auch nicht verlassen. Dann sieht man ihn, wie er in die Süßigkeiten-Fabrik zur Arbeit geht mit all den anderen Arbeitern. Plötzlich schneidet ihm Newt von der Seite den Weg ab und hinterlässt einen Koffer. Dieser beinhaltet magische Eier und einen Zettel, der besagt, dass es pure Verschwendung ist, wenn er in der Fabrik bleibt und mit den Eiern könnte er sich leisten, seine Bäckerei zu eröffnen. Nach einem Zeitsprung sehen wir ihn glücklich in seiner Bäckerei. Uns war nicht klar, was er mit den Eiern angefangen hat – vielleicht ging das anderen auch so. Dank des Kommentars eines geschulten Magie-Zoologen, wissen wir jetzt, dass Jacob nur die Eierschalen erhalten hat und diese sind aus reinem Silber (daher ist der Koffer auch so schwer). Deshalb kann er sie auch verkaufen, ohne eine Erinnerung an magische Tierwesen zu haben. Wir lieben unsere klugen Leser!

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Phantastische Tierwesen: Das Ende erzählt von der Zukunft (Achtung! Schlimmster Spoiler – nicht lesen!)

Percival Graves (Colin Farrell) ist der Direktor für magische Sicherheit im MACUSA, Abteilung für magische Strafverfolgung. Aber wer ist er wirklich? In früheren Pottermore-Berichten zur Geschichte der magischen Welt wird er als ein Nachfahre der ersten 12 Auroren der USA erwähnt. Somit hat er also einen Stammbaum und ist erwiesenermaßen kein Alter Ego von Gellert Grindelwald (Johnny Depp), sondern eine eigenständige Person. Das wirft die Frage auf, was Grindelwald mit dem echten Graves gemacht hat und wo sich dieser befindet. Sicher ist jedenfalls, dass Percival Graves und Grindelwald verschiedene Personen sind, letzterer aber die Gestalt des ersten angenommen hat. Ist also Percival irgendwo in Gefangenschaft? Eingesperrt in seinem eigenen Gegenstand oder Gehirn gewaschen? Was vermutet ihr? Womöglich werden wir in Teil 2 also erstmals den echten Graves kennen lernen. Außerdem fällt auf, dass Grindelwald ohne Zauberstab zaubert, der Elderstab ist nicht zu sehen.

Das zweite Rätsel, dass sich hoffentlich auflöst, ist was mit Credence geschehen ist. Von der Adoptivmutter misshandelt und dem mutmaßlichen Graves manipuliert, verlässt ihn die Kontrolle. Newt scheint am Ende der einzige, der noch zu ihm durchkommt und ihn beruhigen kann. Dann wird er von Graves-Grindelwald ausgelöscht – so glaubt zuerst, aber ein kurzer unauffälliger Blick von Scamander weist uns auf einen kleinen, wuseligen schwarzen Rest von Existenz hin. Ganz sicher ist man nicht, aber er könnte überlebt haben. Ist er selbst das gesuchte Kind? Wir vermuten, dass auch er noch eine Rolle in den nächsten Teilen spielen wird. Der nächste Teil soll in Paris handeln, es wäre durchaus schlüssig, wenn Credence den Kontinent verlässt. Eine gelöschte Szene, die Heyman kürzlich verriet, weist genau darauf hin.

Die Verabschiedung von Newt und Tina ist sehr romantisch und lässt darauf schließen, dass sie sich sehr mögen und wiedersehen wollen. Hier hat Rowling vor langer Zeit schon selbst gespoilert, denn wir wissen von Pottermore, dass Tina die Ehefrau von Newt ist, somit weiß man, dass sie demnächst ein Paar werden.

Die Besetzung für den jungen Dumbledore wird noch gesucht, er wird mit Sicherheit im zweiten Teil vertreten sein. Wir haben gelernt, dass Newt von Hogwarts verwiesen wurde, weil seine Tiere als gefährlich erachtet wurden und wir wissen auch, dass ihn Dumbledore in dieser Sache verteidigt hat. Und dann wissen wir um das schreckliche Schicksal von Dumbledores Schwester Ariana, die mit 14 Jahren starb – war Dumbledores Schwester etwa auch ein Obscurus wie Credence? Auch beim Tod der Schwester spielte Grindelwald eine nicht unbedeutende Rolle und vielleicht ist der letzte Satz, den er Newt auf den Weg gibt: “Will we die, just a little?” / “Werden wir sterben, nur ein bisschen?” auch eine Botschaft an Dumbledore.

Was ist euch noch aufgefallen? Welche Fragen treiben euch um? Wir freuen uns über Anregungen, Antworten und Hinweise in den Kommentaren! Außerdem könnt ihr prüfen, ob ihr mit unserem Kommentar zur FSK von “Phantastische Tierwesen” zufrieden seid und unsere Übersicht der Bücher zum Film anschauen.

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