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Oscars 2017: Nominierungen & Favoriten auf den Academy Award

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Die Oscar-Verleihung: Wo Wann?

Die 89. Academy Awards werden am 26. Februar 2017 um 17:30 Uhr Ortszeit im Dolby Theater in Los Angeles verliehen. Moderator der Zeremonie wird der Late-Night-Show Komiker Jimmy Kimmel. Wir verraten euch, wie ihr die Zeremonie live mitverfolgen könnt und warum sich das lohnt.

Die Oscar-Nacht live im TV Stream

Natürlich werden sich unsere RedakteurInnen von KINO.de den Spaß nicht nehmen lassen, live updates auf Facebook und Twitter über die Preisverleihung zu bringen. Im letzten Jahr sah der Oscar Live-Ticker so aus. Wer selbst gern live vor dem Bildschirm dabei wäre, kann am besagten Sonntagabend, den 26.2.2017, Pro7 einschalten oder über den ProSieben Livestream auch unterwegs mit von der Partie sein – eine kostenlose Registrierung genügt. Der Sender ist mobil ebenfalls über den Streaming-Anbieter verfügbar. Die genaue Uhrzeit vom Beginn der TV-Übertragung wird nachgetragen, sobald bekannt! Die eigentliche Preisverleihung beginnt für die deutschen Zuschauer um 02:30 Uhr in den Morgenstunden des 27.2.2017.

Oscar-Nominierungen 2017

Wer für den prestigeträchtigsten Filmpreis der US-amerikanischen Filmindustrie in Frage kommt, wird am Dienstag, den 24. Januar 2017 um 14:30 Uhr bekannt gegeben. Wir halten euch auf dem aktuellsten Stand! Lediglich die Vergabe der Ehrenoscars 2017 steht schon fest, sowie die engere Auswahl des “Besten fremdsprachigen Films”. Wir haben für euch alle Infos hierzu, sowie zu weiteren wichtigen Kategorien und den Favoriten für den Preis zusammengetragen.

Ehrenoscar 2017

Die Gewinner der Sonderkategorie des Ehrenoscars wurde bereits am 12. November 2016 bekannt gegeben: Jackie Chan (“Karate Kid“) wird für sein Lebenswerk als Schauspieler ausgezeichnet. Ebenso erhalten das Urgestein des avantgardistischen amerikanischen Dokumentarfilms Frederick Wiseman (“La Danse“) die Ehrung für seine Lebensleistung, sowie die britische Filmeditorin Anne V. Coates (“Erin Brockovich“) und Casting-Regisseur Lynn Stalmaster (“West Side Story“). Diese Auszeichnungen wurden bereits in einer separaten Gala übergeben.

Bester fremdsprachiger Film 2017

Auch wenn die fünf nominierten Filme erst am 24.1.2017 feststehen, wurde in der Kategorie des “Besten fremdsprachigen Films” schon eine engere Auswahl veröffentlicht. Dieses Jahr wurden 89 Filme eingereicht, aus denen die Academy neun für das Rennen um das begehrte goldene Männchen selektierte. Die vor-nominierten Filme der sogenannten Shortlist sind:

Der letzte deutsche Gewinnerfilm in dieser Kategorie war Florian Henckel von Donnersmarcks DDR-Drama “Das Leben der Anderen” von 2007. Deutschlands diesjährige Oscar-Hoffnung “Toni Erdmann” hat schon mehrere europäische Filmpreise gewonnen. Die Chancen stehen gut, dass die Erfolgs-Dramödie der hiesigen Filmwirtschaft nach zehn Jahren der Abstinenz mal wieder einen Oscar beschert. Infos zu “Toni Erdmann” als DVD im Stream gibt es im verlinkten Artikel.

Oscar-Kategorien 2017: Unsere Favoriten

Wie jedes Jahr werden Oscars in über 30 Kategorien vergeben. Wir stellen im Folgenden die Hauptkategorien und die jeweiligen Anwärter auf Oscars vor – zumindest was die Meinungen von Kritikern und Fans angeht. Bis zur Veröffentlichung der tatsächlichen Nominierungen müssen wir uns noch bis 24. Januar 2017 gedulden.

  • Bester Film: Jeder dieser Filme schindet unbestritten und auf eigene Weise Eindruck. Wie jedes Jahr liegt die Schwierigkeit für die Academy darin, verschiedene Genres miteinander vergleichen zu müssen (Äpfel versus Birnen) und dabei die richtige Entscheidung zu treffen. Hoch im Kurs für die Trophäe der Trophäen stehen das moderne Musical “La La Land“, das berührende Drama “Die irre Heldentour des Billy Lynn“, “Moonlight“, “Lion“, “Weightless“, “Silence“, “Manchester by the Sea” und “Hell or High Water“. Das Sklaverei-Drama “Birth of a Nation” hätte der künstlerischen Qualität nach zu urteilen seinen Platz unter diesen Spitzenkandidaten verdient, doch die Nominierung ist sehr unwahrscheinlich: Aufgrund des Skandals rund um den der Vergewaltigung beschuldigten Regisseur wurde der Film schon nicht bei den Golden Globes 2017 nominiert. Wer noch nie von all diesen Filmen gehört hat, sollte nun nicht verzagen: Die meisten Streifen haben es noch nicht über den großen Teich auf die hiesigen Leinwände geschafft. (Kleiner Tipp: Unsere verlinkten Handlungstexte klären euch über alle Infos auf!). Aus diesen Favoriten leiten sich grosso modo die weiteren Kategorien um Regie, Schauspiel und Technik ab.
  • Beste Regie: Berry Jenkins für “Moonlight” versus Jungtalent Damien Chazelle für “La La Land”.
  • Beste/r Hauptdarsteller/in: Bezüglich der männlichen Schauspieler sind sich Kritiker über Casey Afflecks Meisterleistung in “Manchester by the Sea” einig, doch Joel Edgerton ist ihm als einfühlsamer, in sich gekehrter Kämpfer in “Loving” dicht auf den Fersen. Unter den Frauen duellieren sich nach Expertenmeinung Natalie Portman als “Jackie” Kennedy versus Emma Stone in “La La Land”. Letztere konnte mit diesem Film überdies ihr Tanz- und Gesangstalent beweisen.

  • Beste/r Nebendarsteller/in: Mahershala Ali überzeugt in “Moonlight”, doch kann er sich gegen den etablierten Genre-Darsteller Jeff Bridges in “Hell or High Water” durchsetzen? Bei den weiblichen Stars werden Viola David (“Fences”) und Naomi Harris (“Moonlight”) diskutiert, sowie die Greta Gerwig (“Jackie”, “Wiener Dog”, “Frances Ha”), die mit ihrem leicht sarkastischen Intellekt und natürlichen Charme die Kinolandschaft erfrischt.
  • Bestes Originaldrehbuch: “Hell or High Water” oder “Manchester by the Sea”? Beide Dramen sind vielschichtig und berührend, doch kommen sie gegen das neumodische Musical-Phänomen “La La Land” an?
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Das intelligente und spannende Außerirdischen-Drama “Arrival” versus Coming-of-age-Drama “Moonlight”, das die Ausgrenzung eines homosexuellen Afroamerikaners problematisiert.
  • Beste Kamera: Der dreifache Oscar-Gewinner Emmanuel Lubezki (“Gravity”, “Birdman”, “The Revenant”) steht dieses Jahr mit keinem Film im Rennen und macht so den Platz frei für Konkurrenz. Die kommt zum Beispiel von Bradford Young (“Arrival”) – oder doch von John Toll für sein einfühlsames Einfangen des ambivalenten Innenlebens des “Billy Lynn”?
  • Bestes Kostümdesign: An historischen Biopics und Dramen fehlt es unter den möglichen Nominierten nicht: “Jackie”, “Florence Foster Jenkins” oder “Allied” schicken sich für diesen Preis an. Daneben ist das farbenprächtige Musical “La La Land” von der Haarspitze bis zur Fußsohle perfekt durchkomponiert. Oder tendiert das ästhetische Empfinden der Academy für das Fantasy-Spektakel “Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“?
  • Bestes Szenenbild: Diese Kategorie ist eng mit den Favoriten für das Kostüm verknüpft, wobei wir hier noch den Retro-Look von Hail, Caesar! der Coen-Brüder und das poetisch-düstere Drama Die Taschendiebin von Chan-Wook Park (“Oldboy“) aus Südkorea hinzunehmen würden.

  • Bester animierter Spielfilm: Angesichts der aufwendigen und erfolgreichen Produktionen von Pixar, Dreamworks, Disney und Co. hat diese Kategorie in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Neben dem Kassenschlager “Zoomania” hat sich vor allem “Kubo – Der tapfere Samurai” als künstlerisch wertvoller Filmspaß ins Gedächtnis geschrieben. Noch nicht in Deutschland erschienen, aber ob seiner Bildgewalt und emotional vielschichtigen Tonalität sehenswert (und Oscar-reif), ist der Animations-Stummfilm “The Red Turtle” aus belgisch-französisch-japanischer Koproduktion.
  • Beste Filmmusik bester Song: Hiphop-Superstar Pharrell Williams hatte seine Finger beim Soundtrack von “Hidden Figures – Unbekannte Heldinnen” im Spiel und meist wird alles, was er anfasst, zu Gold. Auch der Soundtrack von Nick Cave für “Hell or High Water” ist nicht zu verachten. Und doch kann man sich für beide Awards nur einen Gewinner denken: “La La Land”. Ja, wieder Vorschusslorbeeren für den Film, und verdient. Der Soundtrack wird sich auch dem letzten Romantikmuffel mit Musical-Phobie ins Ohr schleichen und ihn leise auf dem Heimweg “City of Stars” summen lassen.
  • und daneben: Beste(r) Ton, Schitt, Tonschitt, visuelle Effekte, Make-up Frisuren, animierter Kurzfilm, Dokumentarfilm, Doku-Kurzfilm und, wie oben besprochen, bester fremdsprachiger Film.

“La La Land” Soundtrack als CD Download – so schön besingt Ryan Gosling Emma Stone

Nach Golden Globes Bafta-Awards: Prognosen auf die heißesten Oscar-Anwärter 2017

Golden Globes 2017

Nach dem Award ist vor dem Award! Die kürzlich vergebenen Golden Globes 2017 in den USA gehen den Oscars nur knapp voraus und sind alljährlich ein Indikator auf den heißesten Oscar-Favoriten. Dieses Jahr bestätigt sich die Vermutung der Kritiker: “La La Land” ist der große Gewinner und rechtfertigt seine Spitzenposition in den Oscar-Vorbesprechungen. Damien Chazelles zweiter Langfilm heimste sieben Golden Globes ein – sprich alle, für die der Film nominiert war – und brach damit den seit 40 Jahren bestehenden Rekord von jeweils sechs Gewinnen von “Einer flog über das Kuckucksnest” (1976) und “12 Uhr nachts Midnight Express (1979).

“Moonlight” reihte sich mit 6 Nominierungen bei den Golden Globes in der Liste der Favoriten direkt hinter “La La Land” ein, konnte jedoch nur einen Award als “Bester Film – Drama” mitnehmen. Es war die einzige Kategorie, in der “Moonlight” nicht gegen seinen starken Konkurrenten “La La Land” antrat, da letzterer im Genre “Bester Film – Komödie/Musical” eingeteilt war. Ähnlich ging es “Manchester by the sea” mit 5 Nominierungen, wo von nur der “Beste Hauptdarsteller – Drama” an Casey Afflek verliehen wurde (gleiche Story: Ryan Gosling war in diesem Genre nicht sein Konkurrent). Weitere Favoriten und Gewinner der Golden Globes waren: “Elle” mit 2 Awards – gute Chancen auf einen Oscar als “Bester fremdsprachiger Film” also! -, sowie “Nocturnal Animals” und “Fences” mit jeweils einem Golden Globe.

BAFTA-Awards 2017

Auch die Verleihung der britischen BAFTA-Awards 2017, die am 12. Februar 2017 von der British Academy of Film and Television Arts vergeben wird, ist ein Richtungsweiser. Die meist nominierten Filme sind: “La La Land” (Überraschung…) mit 11 Möglichkeiten auf Auszeichnung, gefolgt von “Arrival” und “Nocturnal Animals” mit 9 Nominierungen, sowie “Manchester by the sea” mit immerhin 6. Allerdings werden sich diese Werke im Gegensatz zu den Oscars und Golden Globes auch gegen britische Filme durchsetzen müssen – “I, Daniel Blake“, für den Regie-Legende Ken Loach schon eine Goldene Palme in Cannes 2016 gewann, ist einer von ihnen.

Der Anti-Award: Die Goldene Himbeere 2017 für schlechte Filme

Oscar-Gewinner 2016

Schon voller Vorfreude? Dieser Post auf der offiziellen Facebook-Seite der Oscars 2017 gibt uns eine Vorahnung der großen Emotionen, die alljährlich während der Oscar-Nacht freigesetzt werden. Ob Mark Ruffalo ein Gewinner war und sich deshalb so freut, könnt ihr in unserem Artikel zu den Oscars 2016 lesen.

Immer mehr TV-Events aus den USA werden in Deutschland übertragen. Wir verraten euch, wie, wann und wo ihr den Super Bowl 2017 im TV Live-Stream schauen könnt – dank der spektakulärer Halbzeit-Shows nicht nur für American Football-Fans ein Muss!