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Oscar Nominierungen 2017: „La La Land“ bricht Rekorde, „Toni Erdmann“ ist im Rennen

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Der rekordverdächtige Siegeszug von “La La Land” geht weiter: Nachdem das moderne Musical im Stil der Hollywood-Klassiker der 1950er Jahre schon mit sieben Golden Globes gekrönt wurde, kann es nun auf ganze 14 Oscar-Nominierungen stolz sein – das schafften zuvor nur “Titanic” (1997) und “Alles über Eva” (1950). Welche weiteren Filme und Schauspieler in Konkurrenz treten und gegen wen sich der deutsche Beitrag “Toni Erdmann” behaupten muss, lest ihr hier!

Stars verkündeten die Nominierungen per Livestream

Heute, am Dienstag, den 24. Januar 2017 um 14:18 Uhr mitteleuropäischer Zeit wurde bekannt gegeben, wer für den prestigeträchtigsten Filmpreis der US-amerikanischen Filmindustrie in Frage kommt.

Dieses Jahr fand die Bekanntgabe erstmals exklusiv digital per Livestream-Übertragung statt. Die Nominierungen wurden unter anderem von den Hollywoodstars Jennifer Hudson, Brie Larson, Ken Watanabe, Jason Reitman und Kameramann Emmanuel Lubezki (“Gravity”, “Birdman”, “The Revenant”) bekanntgegeben. Sie sollten laut Academy eine Videobotschaft mit “wit and wisdom” aufnehmen. Wie solch eine “geistreiche und weise” Nominierungsverkündung aussehen sollte, überließ die Academy den Stars.

Wie jedes Jahr werden Oscars in über 30 Kategorien vergeben. Die Nominierungen in den wichtigsten Kategorien sind folgende:

Bester Film:

Beste Regie: 

  • Berry Jenkins – “Moonlight”
  • Damien Chazelle – “La La Land”
  • Kenneth Lonergan – “Manchester by the sea”
  • Dennis Villeneuve – “Arrival”
  • Mel Gibson – “Hacksaw Ridge”

Bester Hauptdarsteller:

Beste Hauptdarstellerin:

  • Natalie Portman als “Jackie” Kennedy
  • Emma Stone in “La La Land”, die in diesem Musical ihr Tanz- und Gesangstalent beweisen konnte
  • Isabelle Huppert –  “Elle”
  • Meryl Streep – “Florence Foster Jenkins”
  • Ruth Negga – “Loving”

Bester Nebendarsteller: 

Beste Nebendarstellerin: 

  • Viola Davis – “Fences”
  • Naomi Harris – “Moonlight”
  • Nicole Kidman – “Lion”
  • Octavia Spencer – “Hidden Figures”
  • Michelle Williams – “Machester by the Sea”

Bester animierter Spielfilm: 

Bestes Originaldrehbuch: 

  • “Hell or High Water”
  • “Manchester by the Sea”
  • “La La Land”
  • “20th Century Women”
  • “The Lobster”

Bestes adaptiertes Drehbuch:

  • Arrival
  • “Fences”
  • “Hidden Figures”
  • “Lion”
  • “Moonlight”

Beste Kamera: 

  • “Arrival” – Bradford Young
  • “Silence” – Rodrigo Prieto
  • “Lion” – Grieg Fraser
  • “Moonlight” – James Laxton
  • “La La Land” – Linus Sandgren

Bestes Szenenbild:

Bestes Kostümdesign: 

  • “Jackie” – Madeleine Fontaine
  • Florence Foster Jenkins“- Consolata Doyle
  • Allied” – Joanna Johnston
  • La La Land” – Mary Zopmeer

Beste Filmmusik:

  • “La La Land” – Justin Hurwitz
  • “Moonlight” – Nicholas Britell
  • “Lion” – Dustin O’Halloran und Hauschka
  • “Jackie” – Mica Levy
  • “Passengers” – Thomas Newman

Bester Song:

  • City of Stars aus “La La Land”, gesungen von Ryan Gosling (geschrieben von Justin Hurwitz)
  • “Can’t Stop The Feeling” aus “Trolls”, gesungen von Justin Timberlake
  • “The Empty Chair” aus “Jim: The James Foley Story”, von J. Ralph  Sting
  • “How Far I’ll Go” aus “Vaiana”, von Lin-Manuel Miranda
  • “Audition (The Fools Who Dream)” aus “La La Land”, gesungen von Emma Stone

“La La Land” Soundtrack als CD Download – so schön besingt Ryan Gosling Emma Stone

Bester Ton:

  • “La La Land”
  • “Hacksaw Ridge”
  • “Arrival”
  • “Sully”
  • “Deepwater Horizon”

Bester Schnitt:

  • “La La Land”
  • “Hacksaw Ridge”
  • “Arrival”
  • “Hell or High Water”
  • “Moonlight”

Bester Tonschnitt:

Beste visuelle Effekte:

  • “Doctor Strange”
  • “The Jungle Book”
  • “Kubo – der tapfere Samurai”
  • “Rogue One: A Star Wars Story”
  • “Deepwater Horizon”

Bestes Make-up Frisuren:

  • “A Man Called Ove” – Eva von Barh Love Larson
  • “Star Trek Beyond” – Joel Harlow Richard Alonzo
  • “Suicide Squad” – Alessandro Bertolazzi, Giorgio Gregorini Christopher Nelson

Bester animierter Kurzfilm:

  • “Piper” – Alan Barillaro Marc Sondheimer (Pixar)
  • “Blind Vaysha” – Theodor Ushev
  • “Borrowed Time” – Andrew Coats Lou Hamou-Lhadj
  • “Pearl” – Patrick Osborne
  • “Pear Cider and Cigarettes” – Robert Valley Cara Speller

Bester Dokumentarfilm:

  • “Fire at Sea”
  • “I am not your negro”
  • “Life, Animated”
  • “O.J.: Made in America”
  • “13th” – Ava DuVernay

Bester Dokumentar-Kurzfilm:

  • “Extremis” – Dan Kraus
  • “4.1 Miles” – Daphne Matziarki
  • “Joe’s Violin” – Kahane Cooperman Raphaela Neihausen
  • “Watani: My Homeland” – Marcel Mettelsiefen Stephen Ellis”
  • “The White Helmets” – Orlando von Einsiedel Joanna Natasegara”

Bester fremdsprachiger Film:

Jeder dieser Filme schindet unbestritten und auf eigene Weise Eindruck. Wie jedes Jahr liegt die Schwierigkeit für die Academy darin, verschiedene Genres miteinander vergleichen zu müssen (Äpfel versus Birnen) und dabei die richtige Entscheidung zu treffen.

Birth of a Nation” hätte der künstlerischen Qualität nach zu urteilen seinen Platz unter diesen Spitzenkandidaten verdient, doch eine Nominierung war sehr unwahrscheinlich: Aufgrund des Skandals rund um den der Vergewaltigung beschuldigten Regisseur wurde der Film schon nicht bei den Golden Globes 2017 nominiert. Wer noch nie von all diesen Filmen gehört hat, sollte nun nicht verzagen: Viele Streifen haben es noch nicht über den großen Teich auf die hiesigen Leinwände geschafft. (Kleiner Tipp: Unsere verlinkten Handlungstexte klären euch über alle Infos auf!).

Bester fremdsprachiger Film 2017 – Toni Erdmann ist dabei!

In der Kategorie des “Besten fremdsprachigen Films” wurden dieses Jahr 89 Filme eingereicht, aus denen die Academy neun für das Rennen um das begehrte goldene Männchen in einer Shortlist vorselektierte und nun fünf davon nominierte (siehe oben).

Der letzte deutsche Gewinnerfilm in dieser Kategorie war Florian Henckel von Donnersmarcks DDR-Drama “Das Leben der Anderen” von 2007. Deutschlands diesjährige Oscar-Hoffnung “Toni Erdmann” hat schon mehrere europäische Filmpreise gewonnen. Die Chancen stehen gut, dass die Erfolgs-Dramödie der hiesigen Filmwirtschaft nach zehn Jahren der Abstinenz mal wieder einen Oscar beschert. Infos zu “Toni Erdmann” als DVD im Stream gibt es im verlinkten Artikel.

Ehrenoscar 2017

Die Gewinner der Sonderkategorie des Ehrenoscars 2017 wurde bereits am 12. November 2016 bekannt gegeben: Jackie Chan (“Karate Kid“) wird für sein Lebenswerk als Schauspieler ausgezeichnet. Ebenso erhalten das Urgestein des avantgardistischen amerikanischen Dokumentarfilms Frederick Wiseman (“La Danse“) die Ehrung für seine Lebensleistung, sowie die britische Filmeditorin Anne V. Coates (“Erin Brockovich“) und Casting-Regisseur Lynn Stalmaster (“West Side Story“). Diese Auszeichnungen wurden bereits in einer separaten Gala übergeben.

Die Oscar-Verleihung 2017: Datum  Uhrzeit

Die 89. Academy Awards werden am 26. Februar 2017 um 17:30 Uhr Ortszeit im Dolby Theater in Los Angeles verliehen. Moderator der Zeremonie wird der Late-Night-Show Komiker Jimmy Kimmel. Wir verraten euch, wie ihr die Zeremonie live mitverfolgen könnt und warum sich das lohnt.

Die Oscar-Nacht 2017 live im TV Stream

Natürlich werden sich unsere RedakteurInnen von KINO.de den Spaß nicht nehmen lassen, live updates auf Facebook und Twitter über die Preisverleihung zu bringen. Im letzten Jahr sah der Oscar Live-Ticker so aus. Wer selbst gern live vor dem Bildschirm dabei wäre, kann am besagten Sonntagabend, den 26.2.2017, Pro7 einschalten oder über den ProSieben Livestream auch unterwegs mit von der Partie sein – eine kostenlose Registrierung genügt. Der Sender ist mobil ebenfalls über den Streaming-Anbieter verfügbar. Die genaue Uhrzeit vom Beginn der TV-Übertragung wird nachgetragen, sobald bekannt! Die eigentliche Preisverleihung beginnt für die deutschen Zuschauer um 02:30 Uhr in den Morgenstunden des 27.2.2017. Alternativ kann man die Verleihung auf oscar.com und oscar.org sehen. Mehr Informationen erhaltet ihr in unserem Artikel zu den Oscars 2017 im Stream: Red Carpet Oscar-Verleihung live miterleben.

Nach Golden Globes Bafta-Awards: Prognosen auf die heißesten Oscar-Anwärter 2017

Golden Globes 2017

Nach dem Award ist vor dem Award! Die kürzlich vergebenen Golden Globes 2017 in den USA gehen den Oscars nur knapp voraus und sind alljährlich ein Indikator auf den heißesten Oscar-Favoriten. Dieses Jahr bestätigt sich die Vermutung der Kritiker: “La La Land” ist der große Gewinner und rechtfertigt seine Spitzenposition in den Oscar-Vorbesprechungen. Damien Chazelles zweiter Langfilm heimste sieben Golden Globes ein – sprich alle, für die der Film nominiert war – und brach damit den seit 40 Jahren bestehenden Rekord von jeweils sechs Gewinnen von “Einer flog über das Kuckucksnest” (1976) und “12 Uhr nachts Midnight Express (1979).

“Moonlight” reihte sich mit 6 Nominierungen bei den Golden Globes in der Liste der Favoriten direkt hinter “La La Land” ein, konnte jedoch nur einen Award als “Bester Film – Drama” mitnehmen. Es war die einzige Kategorie, in der “Moonlight” nicht gegen seinen starken Konkurrenten “La La Land” antrat, da letzterer im Genre “Bester Film – Komödie/Musical” eingeteilt war. Ähnlich ging es “Manchester by the sea” mit 5 Nominierungen, wo von nur der “Beste Hauptdarsteller – Drama” an Casey Afflek verliehen wurde (gleiche Story: Ryan Gosling war in diesem Genre nicht sein Konkurrent). Weitere Favoriten und Gewinner der Golden Globes waren: “Elle” mit 2 Awards – gute Chancen auf einen Oscar als “Bester fremdsprachiger Film” also! -, sowie “Nocturnal Animals” und “Fences” mit jeweils einem Golden Globe.

BAFTA-Awards 2017

Auch die Verleihung der britischen BAFTA-Awards 2017, die am 12. Februar 2017 von der British Academy of Film and Television Arts vergeben wird, ist ein Richtungsweiser. Die meist nominierten Filme sind: “La La Land” (Überraschung…) mit 11 Möglichkeiten auf Auszeichnung, gefolgt von “Arrival” und “Nocturnal Animals” mit 9 Nominierungen, sowie “Manchester by the sea” mit immerhin 6. Allerdings werden sich diese Werke im Gegensatz zu den Oscars und Golden Globes auch gegen britische Filme durchsetzen müssen – “I, Daniel Blake“, für den Regie-Legende Ken Loach schon eine Goldene Palme in Cannes 2016 gewann, ist einer von ihnen.

Der Anti-Award: Die Goldene Himbeere 2017 für schlechte Filme

Oscar-Gewinner 2016

Schon voller Vorfreude? Dieser Post auf der offiziellen Facebook-Seite der Oscars 2017 gibt uns eine Vorahnung der großen Emotionen, die alljährlich während der Oscar-Nacht freigesetzt werden. Ob Mark Ruffalo ein Gewinner war und sich deshalb so freut, könnt ihr in unserem Artikel zu den Oscars 2016 lesen.

Immer mehr TV-Events aus den USA werden in Deutschland übertragen. Wir verraten euch, wie, wann und wo ihr den Super Bowl 2017 im TV Live-Stream schauen könnt – dank der spektakulärer Halbzeit-Shows nicht nur für American Football-Fans ein Muss!