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NW: Wie geht es weiter im früheren Naturpark Schöntal?

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Im Bereich des ehemaligen Naturparks im Neustadter Schöntal muss sich etwas tun- allerdings bleibt die Frage, in welche Richtung. Dies wurde gestern Abend im Zuge einer teils emotionalen Diskussion im Neustadter Stadtrat deutlich. Ausschlaggebend war ein Antrag der Jamaika Koalition, die Verwaltung möge über die derzeitige Situation im Naturpark berichten. Oberbürgermeister Hans Georg Löffler berichtete dem Rat dann von dem, nicht nur aus seiner Sicht, „bedauerlichen Zustand“. Problematisch ist in dem früheren Naturpark vor allem, dass die Gaststätte seit Langem geschlossen ist und das Gelände verwildert. Die Besitzer des Gaststättengebäudes weigern sich zudem, dieses an die Stadt, der große Teile des Geländes gehören, zu verkaufen. Verständigen konnten sich die Ratsmitglieder darauf, dass Löffler die artgerechte Unterbringung der auf dem Gelände verbliebenden Tiere, darunter unter anderem zwei Schweine, veranlassen wird. Zudem plädierte der OB dafür, dass sich Verwaltung, die Interessensgemeinschaft Schöntal, die Camphill Lebensgemeinschaft und der Innenstadtbeirat über ein Zukunftskonzept für den Naturpark beraten. Eine Instandsetzung, so Löffler, würde die Stadt rund 344.000 Euro kosten, in Haushalt stehen dafür aber aktuell lediglich 82.000 Euro bereit. Grundsätzlich war dann aber die Frage, ob es sich in der heutigen Zeit überhaupt rentiere, ein solches Gelände wie das des Naturparks im Schöntal nochmals aufwendig aufzuwerten oder ob nicht andere Freizeitangebote gefragt seien. FDP Mann Matthias Frey brachte es dann auf den Punkt: In Sachen Naturpark werde eine sentimentale, nicht aber eine rationale Diskussion geführt.