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„Nocturnal Fears“: So verstörend sollte die Fortsetzung zu „E.T. – Der Außerirdische“ sein

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Im Juli 1982, kurz nach dem US-Kinostart von E.T. Der Außerirdische, arbeiteten Steven Spielberg und Melissa Mathison an der Fortsetzung zu dem unterhaltsamen Sci-Fi-Film. Die sollte auf den Namen E.T. 2 Nocturnal Fears hören und der Name war nicht zufällig gewählt: Der zweite Teil wäre ein waschechter Horror-Film geworden.

Den Drehbuch-Entwurf zu E.T. 2 könnt ihr bei der verlinkten Seite selbst durchstöbern, für alle, die keine Lust auf neun Seiten englischer Beschreibungen haben, fassen wir das Wesentliche hier gerne zusammen. Wobei gerne wohl das falsche Wort der Wahl ist, immerhin liest sich Nocturnal Fears wie eine abgedrehte, fiese Fan-Fiction.

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Die Geschichte von E.T. 2 beginnt mit Elliott (im Original gespielt von Henry Thomas), der ein Licht im Wald bemerkt. Voller Vorfreude rennen er und seine Geschwister zu der Quelle, weil sie erwarten, ihren Freund E.T. wiederzusehen. Stattdessen werden sie in der Dunkelheit jedoch von fleischfressenden, bösen Aliens empfangen, die die Kinder angreifen und auf ihr Schiff bringen.

E.T. 2 wäre eine Horror-Fortsetzung geworden

Dort werden die Kinder in der Folge gefoltert. Ja, das habt ihr richtig gelesen. Hier ist die entsprechende Passage in der übersetzen Versionen und nein, wir haben uns das nicht ausgedacht. Wie würde man auch auf so etwas kommen?

Als die Kinder wieder zur Besinnung kommen, werden sie von den fiesen Aliens umzingelt, die sich im Wald versteckt hatten. Die Kreaturen tragen eine Art Dolch. Elliott nähert sich ihnen vorsichtig mit einer freundlichen Geste, aber entkommt nur knapp, da er von den scharfen Alien-Zähnen gebissen oder gar getötet wird! Einige der Aliens fletschen von Zeit zu Zeit die Zähne, um zu zeigen, dass sie es ernst meinen. Korel ordnet an, dass die Kinder an Bord gebracht werden. Der sich wehrende Elliott und die anderen folgen.

In den folgenden Stunden werden Elliott und seine Begleiter ausgiebig verhört. Aber die Aliens akzeptieren die Wahrheit in ihren Antworten nicht. Während ein Kind verhört wird, wird ein anderes untersucht. Gertie weint und schreit um Hilfe nach Mary und E.T. Die anderen ertragen es (wie es ihnen ihre Krieg-Spielen-Erfahrung gelehrt hat).

Darum wurde die Fortsetzung zu E.T. Der Außerirdische nie Wirklichkeit

Natürlich geht die Horror-Geschichte gut aus und E.T. erscheint letztlich zur Rettung seiner Freunde in bester Action-Held-Manier; nur leider ohne Stirnband und Rasenmäher, aber das wollte man sich vielleicht für den dritten Teil aufsparen.

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Warum es zu der Fortsetzung nie kam? Anscheinend kam Steven Spielberg zu der Einsicht, dass ein zweiter Teil dem Original auch schaden könne oder um es in seinen Worten auszudrücken: dem Original seine Jungfräulichkeit rauben. Und dann wäre da natürlich noch die Böse-Aliens-foltern-Kinder-Sache. Zwei Jahre später verwarf Spielberg seine Überzeugung übrigens und setzte Jäger des verlorenen Schatzes mit Indiana Jones und der Tempel des Todes fort. Aber das ist eine andere Geschichte.