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LD: Nur 9 Prozent leben unter Armutsgrenze

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In keiner rheinland-pfälzischen Stadt leben so wenige Menschen unter der Armutsgrenze wie in Landau. Das geht aus einer Studie hervor, die das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft – kurz IW – jetzt veröffentlicht hat. Demnach lebten in Landau im Jahr 2014 nur 9 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Das Landesmittel liegt bei knapp 15 Prozent. Unter der Armutsgrenze leben Menschen, denen weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung stehen. Das IW hat in seiner Studie die regionalen Preisunterschiede und die jeweilige Kaufkraft berücksichtigt, um herauszufinden, wo das Armutsrisiko am größten ist. Landau belegt demnach im deutschlandweiten Vergleich den dritten Platz hinter dem Bodenseekreis und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt. Am größten ist das Armutsrisiko laut der Studie in Bremerhaven, Gelsenkirchen und Köln. Dort leben teilweise bis zu 29 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch sagte auf Antenne-Nachfrage, die Studie beweise, dass Landau eine Stadt mit einer besonderen Lebensqualität sei. Dennoch dürfe man sich auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen, so Hirsch. Es müsse weiter daran gearbeitet werden, dass nicht nur die meisten, sondern alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hätten, vom Wohlstand in der Region zu profitieren. Hier gelte es vor allem, den Wirtschaftsstandort Landau weiter zu stärken. Dazu gehöre auch, Wohnraum zu schaffen, damit die Menschen, die in der Stadt arbeiten möchten, auch hier wohnen könnten, so Hirsch.