Loader


LD: Keine Videoüberwachung im Ostpark

00

Im Landauer Ostpark wird es vorerst keine Videoüberwachung geben. Der Vorschlag war im vergangenen Jahr von Oberbürgermeister Thomas Hirsch ins Gespräch gebracht worden. Um Kameras im öffentlichen Bereich installieren zu können, muss dort ein sogenannter „Kriminalitäts-Schwerpunkt“ vorliegen. Das ist jedoch beim Ostpark nicht der Fall, wie es in einem Schreiben des Leiters der Polizeidirektion Landau Thomas Sommerrock heißt. Demnach sind 2016 im Ostpark insgesamt 28 Straftaten von der Polizei festgestellt worden. Das seien zwar rund 10 Delikte mehr, als im Vorjahr. Die gestiegene Zahl gehe jedoch vor allem auf die intensiveren Kontrollen der Beamten zurück, so Sommerrock. Verglichen mit den Straftaten im restlichen Stadtgebiet machten die Fälle im Ostpark etwas mehr als 1 Prozent aus. Man könne daher nicht von einem Kriminalitäts-Schwerpunkt im rechtlichen Sinne sprechen, heißt es in dem Schreiben. Dennoch sei man der Auffassung, dass ein hohes Sicherheitsgefühl in den Parkanlagen substantiell sei. Man wolle daher alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen. Thomas Hirsch sagte auf Antenne-Nachfrage, dass das subjektive Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung und die objektive Sicherheitslage auseinander lägen. Man wolle nun gemeinsam mit der Polizei Maßnahmen erarbeiten, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im Ostpark wieder zu verbessern. Es gehe darum, der Bevölkerung den Ostpark „zurück zu geben“, denn durch die Gesamtsituation im vergangenen Jahr hätten Bürgerinnen und Bürger verstärkt die Parkanlage gemieden.