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„Ghostbusters“-Regisseur reicht’s mit Remakes

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Wer Klassikern einen neuen Anstrich verpasst, beschreitet filmisch einen gefährlichen Pfad: Entfernt man sich zu weit vom Original, wird einem oft Respektlosigkeit vorgeworfen, hält man sich zu eng an die Vorlage, Ideenlosigkeit – die Chance, damit auf dem Bauch zu landen, liegt bei soliden 95 Prozent. Mindestens.

Einer, der ein Lied davon singen kann, ist Regisseur Paul Feig. Der hat ja in Ghostbusters die originalen Geisterjäger von 1984 einer Verjüngungskur unterzogen und ihnen im Zuge dessen noch eine Geschlechtsumwandlung verpasst. Statt Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis und Ernie Hudson jagen jetzt Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon und Leslie Jones freilaufende Gespenster.

Und die Bezeichnung Kontroverse beschreibt das, was die Neuauflage ausgelöst hat, nur höchst unzureichend. Welle blanken Hasses, schon eher. Obgleich sich der  Film an den Kinokassen halbwegs achtbar schlägt, hat die Erfahrung, den meistgehassten Film des Jahres gedreht zu haben, dem Filmemacher offenbar doch zugesetzt. Auf die Frage, ob er sich vorstellen kann, noch einen weiteren Klassiker zu verfilmen, antwortete er mit einem entsetzten Nein, nein, nein! Nein das werde ich nicht!”

Ab sofort sind es ausschließlich Originalstoffe, die für Feig in Frage kommen. Der eine war zu verlockend, weil ich wusste, wir könnte damit etwas Interessantes anstellen”, erläuterte er im Interview. Und interessant war das zweifellos ja auch, was über ihn und seinen Cast hereingebrochen ist. Nur eben nicht besonders angenehm.

 Der Trailer zu Ghostbusters