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Diese 7 kontroversen Filme wurden in verschiedenen Ländern verboten

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In England aus den Kinos genommen: Uhrwerk Orange

Stanley Kubrick war und ist zweifelsohne nicht nur ein gefürchteter Perfektionist, sondern auch einer der bedeutendsten Filmemacher aller Zeiten, der mit Meisterwerken wie 2001: Odyssee im Weltraum den Film nachhaltig prägte und veränderte. Eines seiner berühmtesten Werke ist natürlich der Schocker Uhrwerk Orange über die drastische Resozialisierung eines jungen Intensivtäters. In ihrer britischen Heimat verschwand die Adaption des Romans von Anthony Burgess jedoch nach wenigen Tagen aus den Kinos – offiziell auf eigenen Wunsch des Regisseurs nach einem tätlichen Angriff auf einen Obdachlosen, der vom Film inspiriert gewesen zu schein schien. Später gab Stanley Kubricks Ehefrau zu, dass die Polizei ihn in Wahrheit zum Aufführungs-Stopp genötigt habe. Erst 27 Jahre später kehrte Uhrwerk Orange in die britischen Kinos zurück.

In Deutschland beschlagnahmt: Blutgericht in Texas

Kommen wir nun zu einem klassischen Beispiel aus der Heimat. Wie viele vergleichbare Filme landete der Slasher-Hit Texas Chainsaw Massacre nicht nur auf dem Index, sondern wurde in Deutschland auch noch beschlagnahmt. Tobe Hooper schockte mit extremer Härte die deutschen Gerichte und der Film verschwand bis 2011 im Giftschrank. Gleiches Schicksal widerfuhr auch der Fortsetzung, die erst vor Kurzem dank des Einsatzes der Verleiher vom Index gestrichen wurde.

Erst beschlagnahmt – dann freigegeben ab 16 Jahren: Tanz der Teufel

Ähnlich wie beim texanischen Blutgericht waren die einheimischen Zensoren auch zu Sam Raimis Splatter-Orgie Tanz der Teufel nicht gnädig und beschlagnahmten das bahnbrechende Meisterwerk wegen seiner expliziten Gewaltdarstellung. Dass sich Sehgewohnheiten allerdings mit den Jahren ändern, beweisen die Umstände der derzeitig stattfindenden Wiederveröffentlichung. Nach der Aufhebung der Beschlagnahmung wurde der Film nämlich nicht nur vom Index gestrichen, sondern gar ungeschnitten von der FSK ab 16 Jahren veröffentlicht.

Ein Skandal sorgt für Verbote in gleich mehreren Ländern: Borat

Als Fake-Reporter aus Kasachstan schockierte Sacha Baron Cohen sein Umfeld mit unverblümtem Sexismus und Antisemitismus und diskreditierte in der Mockumentary sein vermeintliches Heimatland. Die Behörden in Kasachstan liefen Sturm, dennoch waren es ihre russischen Nachbarn, die den Film verbaten und aus den Kinos warfen. Auch in der arabischen Welt wurde der Film fast ohne Ausnahme in den Giftschrank verbannt und selbst der US-Präsident George W. Bush sah sich in einem Treffen mit seinem kasachischen Amtskollegen Nursultan Nasarbajew genötigt, die Wogen zu glätten. Kleiner Fun-Fact: Da der Film mehr Touristen in das Land gelockt haben soll, hat sich der Umgang der kasachischen Behörden mit dem Skandalfilm mittlerweile deutlich geändert.

Zu blasphemisch für Irland und Norwegen: Das Leben des Brian

Die legendär subversive britischen Komiker-Truppe Monty Python nahm sich in ihrem Klassiker Das Leben des Brian das Christentum zur Brust und landete damit einen handfesten Skandal. Der Vorwurf der Blasphemie hielt sich in zahlreichen Ländern und führte in einigen Staaten der USA dazu, dass zu Boykotten aufgerufen wurde und viele Kinobetreiber sich weigerten, den Film zu zeigen. Noch weiter gingen die Behörden in Irland und Norwegen, die den Film direkt verbieten ließen.

Aus Angst aus dem Programm genommen: The Interview

Seth Rogen und James Franco haben mit  The Interview eine Komödie abgeliefert, die für Aufsehen sorgte, bevor sie überhaupt in die Kinos kam. Da es darum geht, das nordkoreanische Staatsoberhaupt Kim Jong-un umzubringen, dürfte klar sein, dass es zu diplomatischen Misstönen kam. Letztlich führte ein Hackerangriff auf Sony dazu, dass die Verantwortlichen aus Angst vor weiteren Angriffen davon absahen, den Film wie gewohnt in die großen Kinos der USA zu bringen. Stattdessen erfolgte eine digitale Veröffentlichung, begleitet von einigen vereinzelten Aufführungen in unabhängigen Lichtspielhäusern.

Zu freizügig für Kanada: Fat Girl

Wir beenden unsere Liste mit einem kleinen, aber feinen Drama aus Frankreich, das bei uns in Deutschland übrigens von der FSK ab 16 Jahren freigegeben wurde. Die Geschichte über zwei heranwachsende Schwestern und ihre erste sexuellen Erfahrungen ist verstörend und drastisch – vor allem wegen der emotionalen Kälte, die in der Familie herrscht. Dennoch wurde der Film fast überall auf der Welt ungeschnitten in den Kinos gezeigt. Die Zensoren in Kanada allerdings machten ernst und sprachen ein Verbot gegen den Film aus, das immerhin zwei Jahre lang aufrecht gehalten werden konnte.