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Die Film- und Serien-Themen 2016: Das hat euch in diesem Jahr am meisten bewegt

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Die Film- und Serien-Themen 2016: Das hat in diesem Jahr bewegt

Streit um Batman v Superman: Dawn of Justice

Mit dem zweiten Superhelden-Film in seinem neu geschaffenen DC Extended Universe (DCEU) wollte Warner Bros. endgültig den offenen Kampf mit Marvel starten. Stattdessen folgte eine der nervigsten Schlammschlachten des Jahres, bei der Kritiker gegen Fans und Fans gegen Fans aufeinander losgingen. Qualität liegt eben im Auge des Betrachters, das machte uns Batman v Superman: Dawn of Justice auf unschöne Art deutlich und sorgte somit wochenlang für hitzige Debatten. Immerhin blieb der Tumult bei Suicide Squad weitgehend aus.

Der Tod von Alan Rickman

Das Jahr 2016 erarbeitete sich früh den Ruf, zahlreiche Promis von uns zu nehmen. Unter ihnen war leider auch Alan Rickman, den die meisten vermutlich als Professor Severus Snape in der Harry Potter-Reihe kennen und lieben gelernt haben. Der Brite verstarb am 14. Januar dieses Jahres, gut einen Monat vor seinem 70. Geburtstag. Ein wahrlich trauriges Ereignis, dass nicht nur die Harry Potter-Fans weltweit berührte, denn Alan Rickman gehörte zu den bekanntesten Schauspielern unserer Zeit.

Der Tod von Bud Spencer

Auch von diesem Helden zahlreicher Kindheiten mussten wir uns im Jahr 2016 verabschieden. Über viele Generationen hinweg sorgte der Dampfhammer im Kino und in zahlreichen TV-Wiederholungen nicht nur für ordentliche Dellen in diversen Gewürzgurken, sondern auch dafür, dass die Schwachen einen Beschützer haben und das Gute immer eine Chance bekommt. Letztlich sind die vielen Western- und Actionkomödien mit dem gebürtigen Neapolitaner waschechte Feelgood-Filme, die uns zum Glück für immer erhalten bleiben. Unseren ausführlichen Nachruf auf Bud Spencer findet ihr hier.

Game of Thrones Das Tor und Die Schlacht der Bastarde

Die sechste Staffel von Game of Thrones musste zum ersten Mal in der Geschichte der enorm beliebten Fantasy-Serie ohne eine passende Roman-Vorlage auskommen, was man leider an einigen Stellen merkte. Ab und zu knatschte und quietschte es doch gehörig, aber die letzte Season hielt dennoch einige Highlights des weltweiten Phänomens für uns bereit. Aus Spoiler-Gründen wollen wir nicht näher auf Details eingehen, nur so viel: Das Tor sorgte bei vielen Fans für verständliche Tränenausbrüche und Die Schlacht der Bastarde lieferte uns eines wenn nicht DAS opulenteste Gefecht der TV-Geschichte, das optisch wohl noch auf Jahre seines Gleichen suchen wird.

Nachdreh bei Rogue One: A Star Wars Story

Am 16. Dezember dieses Jahres startete der erste Ableger der Star Wars-Reihe und der Kriegsfilm sollte die weit, weit entfernte Galaxis thematisch mal etwas durcheinanderwirbeln. Dementsprechend nervös reagierten die Fans, als auf einmal panische Berichte von umfangreichen, neu angesetzten Dreharbeiten die Runde machten. Viele Fans befürchteten ein Debakel oder dass der Ton nach einer Ansage von Disney nun doch familienfreundlich wird. Über Wochen hielten widersprüchliche Meldungen die Star Wars-Anhänger auf Trab, doch angesichts der positiven Resonanz zu Rogue One: A Star Wars Story kann man wohl festhalten: Wir wissen nicht ganz genau, was wirklich hinter den Kulissen ablief, aber das Ergebnis scheint die Mühe wert gewesen zu sein.

Harry Potter und das verwunschene Kind

Ganze neun Jahre mussten Zauber-Fans seit Harry Potter und die Heiligtümer des Todes überstehen, doch am 30. Juni 2016 war es dann endlich soweit: Harry Potter und das verwunschene Kind wurde in London uraufgeführt. Nach der langen Wartezeit wurde uns nicht nur eine offizielle Harry Potter-Fortsetzung präsentiert, sondern diese kam erstmals sogar als Theaterstück daher und das durchaus gelungen, wenn man den Reaktionen glauben darf. Selbstverständlich machten kurz darauf auch erste Gerüchte die Runde, dass die neue Harry Potter-Geschichte ins Kino kommt, doch bislang blieb es bei dementierten Mutmaßungen. Aber wer weiß: Vielleicht können wir in dieser Hinsicht ja bei den Themen im nächsten Jahr erneut über Harry Potter und das verwunschene Kind schreiben.

Vin Diesel v The Rock

Fast Furious 8 wird uns im April des nächsten Jahres in den deutschen Kinos erwarten, doch im Vorfeld sorgte nicht der überraschend düstere Trailer für Aufsehen, sondern ein Streit hinter den Kulissen. Dwayne The Rock Johnson monierte öffentlich die seiner Meinung nach zu lasche Einstellung mancher Kollegen und es wurde ziemlich deutlich, dass er damit vor allem Vin Diesel meinte. Die Auseinandersetzung schwebte einige Wochen über dem kommenden Action-Blockbuster, manche Darsteller mischten verbal ebenfalls mit und das Studio Universal war wohl nicht ganz erfreut. Ob es sich dabei um einen echten Zwist oder eine Promo-Aktion handelt, wird ebenfalls noch diskutiert.

Ghostbusters (2016)

Machen wir gleich bei einem Streit-Thema weiter. Ghostbusters wollte 2016 die extrem populäre Filmreihe um Bill Murray, Dan Aykroyd und Co. wiederbeleben und erntete damit einen Sturm der Entrüstung. Die ganze Angelegenheit wurde ziemlich schnell äußerst hässlich, zumal die Gründe für die ablehnende Haltung der meisten oft nicht klar zu trennen war. Einige stellten ihren unsinnigen Sexismus zur Schau und fürchteten das Ende des Patriarchats in Hollywood, andere störten sich lediglich an den besetzten Schauspielerinnen in Ghostbusters und nicht an ihrem Geschlecht. Was folgte war ein bereits im Vorfeld verurteilter Film, der eigentlich nie die Chance erhielt, sich beweisen zu dürfen.

Die neue Stimme von Homer Simpson

Bereits Ende des vergangenen Jahres verstarb Norbert Gastell, den die deutschen Die Simpsons-Zuschauer bestens als Stimme von Homer Simpson kannten. Ganze 24 Jahre lang wirkte Gastell an der extrem populären Zeichentrick-Serie mit, die in diesem Jahr auch in Deutschland in ihre neue Staffel ging. Ersatz musste also gefunden werden und dementsprechend skeptisch blickten die meisten auf die neue Stimme von Homer Simpson. Die lieferte in Staffel 27 Christoph Jablonka, der das schwierige Erbe natürlich nicht ohne kritische Stimmen antrat, im Großen und Ganzen aber überraschend wohlwollend von den Zuschauern aufgenommen wurde.

Der Negan-Cliffhanger

Jede Werbung ist gute Werbung. Oder so ähnlich. Dachte sich wohl auch der US-Sender AMC, als die kontroversen Reaktionen zum Ende der sechsten Staffel von The Walking Dead bei ihm eintrudelten. Eine ganze Staffel lang fieberten Fans auf den großen Knall hin, der ihnen mit dem Auftritt des neuen Bösewichts Negan (Jeffrey Dean Morgan) versprochen wurde, doch dann mussten sie sich mit einem der wohl billigsten Cliffhanger der TV-Geschichte unbefriedigt in die Staffel-Pause begeben. Die Rechnung ging für AMC am Ende wohl doch auf, immerhin erhielt der Auftakt der siebten Staffel dank der versprochenen Auflösung die zweitbeste Quote der Zombie-Serie. Ob der Cliffhanger mit dem Blick auf den Ausgang nun berechtigt war oder nicht, darüber scheiden sich weiterhin die Geister.