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Bauer sucht Axt: Die schlimmsten Horrorfilme für Stadtmenschen – Best of Backwood

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backwood

The Hills Have Eyes (2006)

The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen Kaufvideo-Cover

Die diffuse Angst der Stadtmenschen vor der ihnen unbekannten Welt der Provinz wird in diesem Remake von Alexandre Aja auf ein derartig unerträgliches Maß überdreht, dass man danach erst einmal eine Pause vom Backwood-Genre braucht. The Hills Have Eyes ist dank der erbarmungslosen Inszenierung von Aja, der schon mit Mirrors oder dem urgewaltigen High Tension an den Grenzen der Zumutbarkeit operierte, eine echte Herausforderung, die nur von Horror-Profis angenommen werden sollte.

Wer Gewalt sät (1971)

Straw Dogs - Wer Gewalt sät... (Special Uncut Edition, 2 DVDs) Kaufvideo-Cover

Die psychologischen Abgründe des Landlebens wurden 1971 von Sam Peckinpah eindrucksvoll vermessen. Ein blutjunger, schmächtiger Dustin Hoffman zieht sich hier mit seiner bildhübschen Gattin (Susan George) auf einen idyllischen Landsitz zurück. Die beiden Intellektuellen treffen sodann auf ein paar harte Bauernbuben, die die heimliche Arroganz der Stadtmenschen so gar nicht lustig finden. Peckinpahs Film spielt nicht nur geschickt mit den Bildungsunterschieden, er scheut auch sexuelle Dimensionen nicht und wartet schließlich mit einer faszinierenden Explosion der Gewalt auf. Das Remake Straw Dogs aus dem Jahr 2011 war nicht so gut wie das Original, aber gut genug für Menschen, die partout keine Klassiker sehen wollen.

Sheitan (2006)

Sheitan Kaufvideo-Cover

Ein gerne Mal übersehener Horrorfilm aus Frankreich, der dank des stets ambitionierten Vincent Cassel und einer höchst unangenehmen Atmosphäre ein paar wirklich gute Akzente in diesem Sub-Genre setzen konnte. Die Gruppe von urbanen Partypeoplen, die hier nach einer durchzechten Nacht in einem Landhaus (ver)enden, bekommt es mit einem satanischen Hirten zu tun. Kling nach jeder Menge Spaß, oder?

Inbred (2012)

Inbred 2011 Filmplakat

Auch der englische Horrorfilm setzt sich regelmäßig mit den subtilen Ängsten der Großstadtneurotiker auseinander. Inbred als “subtil” zu bezeichnen wird der Sache allerdings so gar nicht gerecht. Immerhin handelt es sich hier um eine ziemlich verkommene, mitunter ekelhaft sadistische Folterrevue für die hartgesottenen Gore-Fans unter uns. Deutlich drastischer als der Trailer verspricht. Die heftige Nische auf unserer Liste.

 

In Fear (2012)

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Ein kleiner, feiner Streifen, der von viel zu vielen Horrorfans seinerzeit übersehen wurde. Ein frisch verliebtes Paar verfährt sich auf dem Weg zu einem irischen Festival in der Provinz. Ein kurzer Kontakt mit der Landbevölkerung hat weitreichende Folgen und öffnet den beiden das Tor zu einer sehr intimen Vorhölle. In Fear stellt die junge Liebe von Tim und Lucy auf eine harte Probe, die sie und das macht den Film sehenswert nicht bestehen. Ein Film, der seine Zuschauer bei der Angst vor der Dunkelheit abholt und sie dann mitten im Beziehungswald alleine stehen lässt.

Wolf Creek (2005)

Wolf Creek Leihvideo-Cover

Auch die Backpacker und Weltenbummler bekommen im Horrorfilm regelmäßig ihr Fett weg. In diesem Fall verschlägt es uns in das australische Outback, wo ein paar besonders dumme Vertreter der Gattung Twentysomethings auf die provinzielle Schlachtbank geführt werden. Das Auto bleibt liegen, eine saublöde Entscheidung wird getroffen und die Jagd beginnt. Sehr solide inszenierter Slasher ohne Schnörkel, aber auch ohne interessanten Subtext.

Texas Chain Saw Massacre (1974)

The Texas Chainsaw Massacre - Das Original Kaufvideo-Cover

Nicht nur der essentielle Wegbereiter der Backwood-Nische, sondern auch der Urknall des gesamten, modernen Horrorfilms. Ein Film, der seine Zuschauer mit einer kalten, sinnlosen Welt der Gewalt förmlich überrollt. Braucht keine Einführung MUSS man gesehen haben!

 

Eden Lake (2008)

Eden Lake Kaufvideo-Cover

2008 war Michael Fassbender noch kein Star von internationalem Weltrang. Dass der Schauspieler aber in seinen Rollen stets gewillt ist, immer ein Stück weiterzugehen als viele seiner Berufskollegen, das stellte er auch in Eden Lake schon unter Beweis. Ein auf den ersten Blick recht konventionell inszenierter UK-Thriller, der aber noch den einen oder anderen Trumpf zurückhält.

 

Jeepers Creepers (2001)

Jeepers Creepers (Platinum Edition) Kaufvideo-Cover

Weit und breit keine Menschenseele. Dass sich diese städtische Sehnsucht schnell ins Gegenteil verkehren kann, dass zeigte 2001 das Monster-Flick Jeepers Creepers sehr schön. Was auf einer verlassenen Landstraße mit einer kleinen Reminiszenz an Steven Spielbergs Das Duell beginnt, wird im Verlaufe des Films zu einem klassischen Creature Feature, das auch vor drastischen Mitteln nicht zurückschreckt.